Pressemitteilung (15.8.2015)

Ein großer Obstbaum bleibt erhalten, fünf andere mussten weichen: Das ist die Bilanz, die der Verein der Kinderfreude e.V. nach Veränderungen auf dem Außengelände der vom ihm betriebenen Krippe „Haus am Teich“ zieht. Die Gemeinde Wedemark hatte einem Antrag des Vereins stattgegeben, dass in der Mellendorfer Krippe im Allerhop mehrere Obstbäume gefällt werden dürfen. „Die konzentrierte Gefahr durch Wespen, die dort durch die Früchte maroder Bäume angezogen worden sind, war für uns als Träger der Krippe und für die Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung nicht mehr tragbar“, sagt Tim Arndt-Sinner, 1. Vorsitzender des Vereins der Kinderfreunde e.V.

Die Fällung der Bäume am 15. August war mit Erkenntnissen verbunden, die den Vereinsvorstand und die Gemeinde in ihrer Entscheidung bekräftigen. Die ca. 65 Jahre alten Obstbäume (Pflaume und Birne) waren allesamt krank, zum Teil hohl und hätten ohnehin ersetzt werden müssen. Dagegen bleibt der größte Baum, eine Sauerkirsche, am äußersten Rand des rund 1300 qm großen Außengeländes glücklicherweise erhalten und erhält einen Pflegeschnitt. Im Herbst wird es außerdem zu einer hochwertigen Ersatzbepflanzung kommen, da im Außenbereich der Krippe natürliche Schattenspender sehr willkommen sind – wenn sie keine akute Gefahr für die Gesundheit mit sich bringen.
Den Veränderungen im Außenbereich der Krippe war eine sorgsame Prüfung des Sachverhaltes durch den Vereinsvorstand vorausgegangen. Auch Vertreter der Gemeinde Wedemark hatten sich vor Ort vom Zustand des Außengeländes und der prekären Situation für die dort betreuten Kleinkinder überzeugt. „Die Entscheidung ist uns und der Gemeinde nicht leicht gefallen. Aber die Erziehung und der Schutz der uns anvertrauten Kinder sind nun einmal unsere wichtigste Aufgabe“, sagt der Vereinsvorsitzende Arndt-Sinner.
In der Krippe „Haus am Teich“ werden Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut, die auf dem Boden herumkrabbeln und deren Verständnis für gesundheitliche Gefahren in der Regel noch begrenzt ist. Weil es in diesem Sommer vermehrt zu Wespenstichen und angesichts des übermäßig hohen Wespen-Aufkommens zu massiven Problemen im Außenbereich der Krippe gekommen ist, musste eine Lösung gefunden werden. Mehrere Versuche, das Fallobst aufzulesen, sind von zerstochenen Mitarbeitern der Krippe abgebrochen worden. Das rechtzeitige und vollständige Abernten der Bäume war auf Grund ihrer Größe nicht möglich. Die Gesundheit der Kleinkinder konnte so nicht mehr gewährleistet werden und wird Vorstand des Vereins der Kinderfreude höher als der Schutz von kranken Obstbäumen bewertet. Bei Allergikern, die auch in der Einrichtung am Allerhop betreut werden, kann es durch einen Wespenstich zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Neben Bewusstseinstrübungen und Bewusstseinsstörungen kann dieser sogar zu einem Atem- und Kreislaufstillstand führen. Der Verein der Kinderfreude möchte nicht die Verantwortung für solche Vorfälle übernehmen und handelt stets im Interesse von Eltern und deren Kindern.